Klimawissenschaft – das Strahlungsgesetz von Stefan und Boltzmann

Wie heiß ist die Sonne?

Bei der Bestimmung der Wärmeleitfähigkeit von Gasen entdeckte Josef Stefan 1879 das heute als Stefan-Boltzmann-Gesetz bekannte Naturgesetz.
Das Emissionsvermögen eines schwarzen Körpers ist proportional zur vierten Potenz seiner absoluten Temperatur. Der Proportionalitätsfaktor Sigma heißt Stefan-Boltzmann-Konstante. Mit Hilfe des neu entdeckten Naturgesetzes konnte Stefan die Oberflächentemperatur der Sonne – sie beträgt 5.800 Kelvin – recht genau bestimmen.
Fünf Jahre nach der Entdeckung des Strahlungsgesetzes leitete es Ludwig Boltzmann aus der kinetischen Gastheorie ab, seither trägt das Gesetz den Namen beider Physiker. Das Stefan-Boltzmann-Gesetz ist die Basis aller Klimamodelle. Mit ihnen kann man die Auswirkungen der Klimagase auf den Strahlungshaushalt der Erdatmosphäre berechnen.

Josef Stefan war Kärntner Slowene, sein Geburtshaus lag nur 900 Meter entfernt vom Slowenischen Gymnasium in Klagenfurt. Im Jahre 2016 kehrte er in seine Heimatstadt Klagenfurt zurück – in der Aula des BG/BRG für Slowenen wurde ihm zu Ehren eine Büste enthüllt.

Schüler:innen des BG/BRG für Slowenen präsentierten das Stefan-Boltzmann-Gesetz bei der Klimakonferenz, die im Oktober in Villach zum 40-Jahre-Jubiläum der Klimapolitik stattfand. Nun wurden in der Schule zwei RollUps aufgestellt, welche die Schüler:innen, Lehrer:innen und alle anderen die darauf stoßen, über das Stefan-Boltzmann-Gesetz informieren sollen.