Energiearmut auf Gemeindeebene bekämpfen

Die EU finanziert Technische Unterstützung gegen Energiearmut

Energiearmut stellt viele Gemeinden in Österreich und Europa vor große soziale, wirtschaftliche und klimapolitische Herausforderungen. Um Kommunen gezielt bei der Bewältigung dieser Aufgaben zu unterstützen, bietet EPAH (European Energy Poverty Advisory Hub) im Jahr 2026 erneut einen Call für technische Unterstützung an.

Der Fördercall richtet sich insbesondere an Gemeinden, die besonders stark von Energiearmut betroffen sind, sowie an Institutionen und Organisationen, die eng mit Gemeinden zusammenarbeiten. Ziel ist es, die Ursachen von Energiearmut nachhaltig zu adressieren und wirksame, lokal verankerte Lösungen umzusetzen.

Wer kann einreichen?

Im Mittelpunkt des Calls stehen Gemeinden und Regionen, in denen Energiearmut besonders ausgeprägt ist und wo strukturelle Hürden den Zugang zu leistbarer und angemessener Energie erschweren. EPAH unterstützt diese Kommunen dabei, fundierte Entscheidungsgrundlagen zu schaffen, innovative Ansätze zu entwickeln und langfristig wirksame Maßnahmen umzusetzen.

Neben Einzelgemeinden können sich auch mehrere Gemeinden gemeinsam für den Call bewerben. Dadurch können regionale Ansätze und überkommunale Maßnahmen entwickelt werden, um Energiearmut effizient und koordiniert zu bekämpfen.

Fördergegenstand

Die technische Unterstützung durch EPAH kann in drei zentrale Phasen eingereicht und flexibel an die Bedürfnisse der Gemeinden angepasst werden:

  1. Analyse der Energiearmut vor Ort
    Erhebung und Bewertung der lokalen Situation, Identifikation betroffener Bevölkerungsgruppen, Analyse struktureller Ursachen von Energiearmut.
  2. Strategie und Planung von Maßnahmen
    Entwicklung maßgeschneiderter Strategien, Aktionspläne und Maßnahmenpakete zur gezielten Bekämpfung von Energiearmut auf Gemeinde- oder Regionalebene.
  3. Implementierung von Maßnahmen
    Unterstützung bei der praktischen Umsetzung geplanter Maßnahmen, einschließlich Governance-Strukturen, Kooperationen und Monitoring

Einreichfrist

Die Einreichfrist für die technische Unterstützung 2026 beginnt am 15. Februar 2026 und endet am 31. März 2026.

Nutzen Sie diese Gelegenheit, um Ihre Gemeinde gezielt bei der Bekämpfung von Energiearmut zu stärken und nachhaltige Lösungen für Ihre Region zu entwickeln.

Weitere Informationen

Für alle interessierten Gemeinden und Institutionen veranstaltet das Klimabündnis Österreich ein Informationswebinar, in dem die Inhalte des EPAH-Fördercalls sowie der Antragsprozess detailliert vorgestellt werden.

📅 Datum: 24. Februar 2026, 9-10 Uhr

Kontakt

DI Dr.in Ulrike Feichtinger
01 / 581 5881-23
0660 / 557 1903